Wednesday, May 20, 2015 Kommentare

Interview mit Bryan Zooler, Skicross

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Bryan Zooler, Ski cross

Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der Schweizer Sporthilfe hat unser McDrive Restaurant in Nyon eine Patenschaft mit Bryan Zooler abgeschlossen. Wir haben ihm einige Fragen gestellt, um ihn besser kennenzulernen.

McDonald’s: Kannst du uns ein bisschen etwas zu deinem Werdegang erzählen? Wie bist du zum Skicross gekommen?

Bryan: Ich habe mit 2 oder 3 Jahren in Italien mit dem Skifahren angefangen. Die Leidenschaft für den Skisport habe ich von meinen Eltern geerbt. Bis zum Alter von 15 Jahren bin ich Ski alpin gefahren, dann habe ich mit Skicross angefangen. Ski-Romand hatte eine Anlage gebaut, und ich durfte gleich in der Anfangsphase dabei sein. Dank meiner guten Resultate bin ich 2013 in den C-Kader von Swiss-Ski aufgestiegen. Gleichzeitig habe ich eine Lehre zum Feinmechaniker gemacht, die ich im Sommer 2014 abgeschlossen habe. Seither widme ich mich ganz meinem Sport und hoffe, dass ich mich dank meiner Fortschritte schliesslich fürs Weltcup-Team qualifizieren werde.

Welche Hobbies hast du neben dem Skicross?

Ich liebe Sport. Jede sportliche Aktivität bereitet mich körperlich auf die Skisaison vor. Früher habe ich Fussball gespielt. Heute spiele ich lieber Golf oder gehe Fallschirmspringen. Ich verbringe aber auch viel Zeit im Fitnessstudio und auf meinem Bike. Ein Hobby, bei dem ich selber zwar nicht aktiv bin, ist das Eishockey: Ich bin ein grosser Fan des Lausanne Hockey Clubs LHC.

Wie sieht ein typischer Trainingstag aus?

Da muss man zwischen 2 Trainingsarten unterscheiden: einmal das Fitnesstraining, das ich zu Hause, aber auch in den Trainingslagern in Magglingen absolviere, und dann das Training auf Skiern. Zu Hause trainiere ich etwa 4 bis 5 Stunden am Tag. Oft mache ich morgens Krafttraining und nachmittags Ausdauertraining, und das an 5 bis 6 Tagen pro Woche. Ich trainiere auch auf den Gletschern in Zermatt und Saas-Fee – dort finden Techniktraining, Riesenslalom und spezielle Skicross-Trainingseinheiten statt. Nach 4 bis 5 Stunden auf Skiern und einer kleinen, wohlverdienten Pause gibt es am Nachmittag dann nochmal 1 bis 2 Stunden Fitnesstraining.

Was war dein bislang grösster Erfolg?

Ich würde sagen, der fünfte Platz bei der Junioren-WM diesen Winter, selbst wenn ich mit ein bisschen mehr Glück ein besseres Ergebnis erzielt hätte. Im Halbfinale ist einer meiner Konkurrenten vor mir gestürzt, was mich enorm ausgebremst hat. In diesem Sport braucht man Glück, und bei der Gelegenheit hatte ich keins. Auch mein zweiter Titel in Folge bei der Junioren-Schweizermeisterschaft war toll. Ausserdem bin ich stolz darauf, dass ich meine Lehre abgeschlossen und in allen Fächern bestanden habe, obwohl ich wegen des Trainings und der Wettkämpfe so oft abwesend war.

Was bedeutet dir die Partnerschaft mit McDonald’s?

Ich habe mich riesig gefreut, dass ich unter so vielen Sportlern für die Patenschaft des McDrive Restaurants in Nyon ausgewählt wurde. McDonald’s ist eine grosse, international bekannte Marke und zudem offizieller Sponsor der Olympischen Spiele – und die gehören zu meinen Karrierezielen. Durch diese Zusammenarbeit kann ich auch für meinen Sport Reklame machen und ihm etwas mehr Aufmerksamkeit verschaffen.

Welche Projekte stehen bei dir in nächster Zeit an?

Bald fahre ich zum ersten Mal ins Trainingslager nach Magglingen. Und ich warte schon ganz ungeduldig auf eine Antwort der Schweizer Armee. Ich habe mich für die Spitzensport-RS beworben. Immer aktuell ist natürlich das Training für meine grossen Ziele: die Teilnahme an der Weltmeisterschaft, ein Top-10 Platz bei der Europameisterschaft und die Selektion ins höhere Kader bei Swiss Ski.

Hast du langfristige Projekte?

Mein ganz grosses sportliches Ziel sind die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea. Ich sehe mich auch als professioneller Base-Jumper. Und wenn wir gerade am Träumen sind: Ich möchte eines Tages einen eigenen Piloten haben, der mich immer fliegt, wenn ich gerade Lust auf Sky-Diving habe.