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Erneut saisonaler Engpass an Schweizer Rindfleisch

Für beschränkte Zeit teilweise Rindfleisch aus Österreich

Die Schweizer Landwirtschaft befindet sich gemäss dem Bundesamt für Statistik in einem Strukturwandel, der in den Jahren 2000 bis 2017 einen Rückgang von 70’000 auf 51’260 Bauernbetriebe zur Folge hatte. Diese Veränderung sowie das äusserst trockene Wetter im Vorjahr führen auch 2019 zu einem Engpass an Schweizer Rindfleisch auf dem Markt. Gleichzeitig bewirken das Wachstum und die Lancierung der zwei neuen Gourmetburger der Signature Line bei McDonald’s Schweiz einen Mehrbedarf an Fleisch. Vor diesem Hintergrund sieht sich das Gastronomieunternehmen veranlasst, einen Teil der für die Burger benötigten Rindfleischqualität für ca. 18 Wochen via Bell aus Österreich zu ergänzen. Bei normaler Marktsituation bezieht McDonald’s Schweizer Rindfleisch.

Aktuell reicht das Schweizer Rindfleisch für die Selbstversorgung im Inland nicht aus und entsprechend wird zurzeit generell Rindfleisch zur Marktabdeckung importiert. «Aufgrund der Marktsituation und unserem Mehrbedarf ergänzen wir ab Mai via Bell für einen begrenzten Zeitraum von ca. 18 Wochen unseren Bedarf teilweise mit Rindfleisch aus Österreich. Dies entspricht 12 Prozent des Jahresvolumens an Rindfleisch, die anderen 88 Prozent können wir erfreulicherweise weiterhin aus dem Inland beziehen», erläutert Rainer Rufer, Einkaufs-verantwortlicher McDonald’s Schweiz. Bell gehört zu den Partnern der ersten Stunde und liefert seit 43 Jahren das Rindfleisch für Big Mac & Co.

Teilweise österreichisches Rindfleisch

«Da die Tierschutzstandards in Österreich höher als in der EU und ähnlich wie im Schweizer
Gesetz sind, haben wir uns bewusst wieder für diese temporäre Alternative entschieden», erklärt Rainer Rufer. Die Rückverfolgbarkeit ist zu 100 Prozent gewährleistet und die Hackfleischplätzchen durchlaufen in der Produktion weiterhin 80 Prüfkriterien. Diese Plätzchen werden für Hamburger, Cheeseburger und Big Mac verwendet und die Herkunft wird wie bisher transparent deklariert.

Rindfleisch von Tieren mit Auslauf

2018 hat McDonald’s 4’840 Tonnen Rindfleisch eingekauft, wovon 90 Prozent aus der Schweiz stammten und rund zwei Drittel davon von Kühen kamen, die nach dem RAUS-Standard mit regelmässigem Auslauf ins Freie gehalten wurden. Zusätzlich zum regulären Marktpreis erhalten die Bauern für den RAUS-Standard, der sich deutlich von den Anforderungen der Schweizerischen Tierschutzgesetzgebung abhebt, eine Prämie pro Tier.

Zahlen und Fakten McDonald’s Schweiz 2018

  • Einkaufsvolumen Lebensmittel total: 170 Mio. CHF
    Wachstum 2018 vs. 2017: +6.3%
  • Einkaufsvolumen Lebensmittel Schweizer Lieferanten: 142 Mio. CHF
    Anteil Einkaufsvolumen bei Schweizer Lieferanten: rund 80%
  • Schweizer Bauern, die für McDonald’s liefern: rund 10’000
  • Rindfleisch 2018: 4’840 t
    Wachstum 2018 vs. 2017: +8.8%
  • Kartoffeln 2018: 17’930 t
    Wachstum 2018 vs. 2017: +3.4%
  • Salat 2018: 2’300 t
    Wachstum 2018 vs. 2017: +13.7%
  • Getreide 2018: 3’890 t
    Wachstum 2018 vs. 2017: +1.9%